ROI bei IM statt Telefonie
Telefon: Klingeling klingeling (Display zeigt: interner Anruf)
Kollege A: >Nachname< Grüß Gott
interner Anrufer: Hallo, hier ist >Nachname<, ist Herr >Nachname< zu sprechen?
Kollege A: Nein, der ist gerade nicht im Büro.
interner Anrufer: OK, dann probiere ich es später nochmal oder schicke ihm ein Mail
Kollege A: OK - legt auf - denkt: "Wo war ich?"
Wenn tausend Leute an zweihundert Arbeitstagen im Jahr nur jeweils einen solchen Anruf führen und insgesamt 5 Minuten brauchen um zu telefonieren und dann wieder in die gerade bearbeitete Sache einzusteigen, dann sind 10 Mitarbeiter nur mit dieser Art von Gespräch beschäftigt.
Bei einer eingeführten, funktionierenden und akzeptierten IM-Lösung ist der vergleichbare Zeitaufwand fast gleich 0.
Von daher wundert es mich nicht, dass bei silicon.de heute unter der Schlagzeile "IM wird primäres Kommunikationstool" (http://www.silicon.de/enid/storage_network/27922) zu lesen ist:
"Instant Messaging werde in Unternehmen einen ähnlichen Siegeszug antreten wie einst die E-Mail, glaubt Gartner. Allerdings werde es die E-Mail als Kommunikationsmedium wohl nicht ablösen, sondern eher ergänzen."
Das dieses Thema technisch kein Problem darstellt ist recht klar. Interessant wird es bei den Themen Integration, Werkzeug-Mix und vor allem Unternehmenskultur und Akzeptanz, denn dort liegen wahrscheinlich die größten Hürden.
Da werden Erinnerungen an die E-Mail-Einführung wach...:-)

