Sonntag, 3. Juni 2007

coComment

Kommentieren in Blogs ist ein Thema, dass immer wieder diskutiert wird (z.B. peruns weblog: Wie verfolgt ihr die Blog-Kommentare? ). Einerseits bieten sich Blogs geradezu dafür an Gespräche/Diskussionen mit verschiedenen Leuten anzustoßen aber oft genug findet genau das nicht statt. Es gibt sogar Untersuchungen, die festgestellt haben wollen, dass es immer eine gewisse Relation zwischen stummen Lesern (Lurker) und aktiven Kommentierern gibt.

Das Problem an sich ist nichts Neues und auch nicht spezifisch für die technische Plattform "Blog", denn ähnliche Dinge kennt man aus Newsgroups, Foren, Wikis, ...

Einige Ursachen hierfür sind meiner Meinung nach:

- die menschliche Natur (siehe die Mensch 2.0-Diskussion oder mein Papierdenken -Ansatz)
- Verwendung von Newsreadern in Verbindung mit Informationsflut, da hier das reine "Überfliegen" von Postings gefördert wird (deshalb die Lese-Priorisierung in meinem Infoflow - hier bekommen wichtige Dinge mehr Zeit zugeteilt)
- Lesen ist schneller und bequemer als das energieaufwendige Kommentieren
- technische Hindernisse wie Kommentar-SPAM-Schutz die oft nicht einwandfrei funktionieren (deswegen habe ich letzte Woche zwei bereits geschriebene Kommentare weggeworfen, schade drum)
- schlechte Nachverfolgbarkeit von Diskussionen durch die Kommentierer

Und gerade zu diesem letzten Punkt habe ich diese Woche einen Kommentar geschrieben:

"Im Thema “Kommentieren” steckt denke ich eine Menge Potential, denn hier fehlt es an vernünftigen technischen Lösungen und an entsprechenden zeitsparenden/effektive Methoden.

Der Blogger hat normalerweise einen hohen Bedarf an Feedback, der optimalerweise als Kommentar im Blog erfolgt, denn dort hätte er Mehrwert (Vernetzung, Transparenz nach Außen). Teilweise würde es ihm auch reichen, nichtmal in Form eines Kommentars oder Trackbacks Feedback zu bekommen, sondern z.B. über ein Bewertungssystem (Schulnote für Artikel), denn das würde ihm zeigen, dass jemand den Artikel tatsächlich gelesen hat…

Der Feedbackgeber bräuchte aber einfache Mittel überhaupt Feedback geben zu können und daraus auch Folgenutzen zu haben. Solche Systeme wie CoComment sind ein kleiner Schritt in die Richtung, da man damit seine Kommentare nachverfolgen kann."


und zum gleichen Thema kam gestern diese Frage von Florian Rustler an mich:

"Ein Feature das ich echt vermisse, bzw. noch nicht gefunden habe. Wie kann ich (a la Google Reader) den Überblick über Blogartikel halten, zu denen ich Kommentare geschrieben habe? Im Moment muss ich diese immer wieder abgrasen, um zu schauen, ob ein neuer Kommentar bzw. eine Antwort auf meinen Kommentar gekommen ist. Praktisch wäre so eine Art Benachrichtigungsfunktion, wie bei meinem eigenen Blog.
Du weißt hier sicher die Lösung, oder?"


Ich habe Florian dann einfach mal zu coComment eingeladen, das ich seit einigen Monaten teste.

Hier hat man die Möglichkeit, seine eigenen Kommentar zu verfolgen und sie auch mit Bekannten/Kollegen zu teilen - hier ein Screenshot meiner Kommentarliste:

coComment


Trackback URL:
http://itligenz.twoday.net/stories/3797049/modTrackback

Florian (Gast) - 4. Jun, 09:11

sehr hilfreich

ich verwende das Tool seit gestern und empfinde es als sehr hilfreich, das spart wahnsinnig viel Zeit und man kann sich sicher sein, dass man keine seiner eigenen Kommentare vergisst.
Am besten finde ich die Möglichkeit, sich das alles noch in Google Reader anzeigen zu lassen, so dass alles in einem zentralen Infoportal zusammenläuft.

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