Produktivität

Freitag, 22. Juni 2007

ROI bei IM statt Telefonie




Telefonator, originally uploaded by OAndreas.

Telefon: Klingeling klingeling (Display zeigt: interner Anruf)
Kollege A: >Nachname< Grüß Gott
interner Anrufer: Hallo, hier ist >Nachname<, ist Herr >Nachname< zu sprechen?
Kollege A: Nein, der ist gerade nicht im Büro.
interner Anrufer: OK, dann probiere ich es später nochmal oder schicke ihm ein Mail
Kollege A: OK - legt auf - denkt: "Wo war ich?"

Wenn tausend Leute an zweihundert Arbeitstagen im Jahr nur jeweils einen solchen Anruf führen und insgesamt 5 Minuten brauchen um zu telefonieren und dann wieder in die gerade bearbeitete Sache einzusteigen, dann sind 10 Mitarbeiter nur mit dieser Art von Gespräch beschäftigt.

Bei einer eingeführten, funktionierenden und akzeptierten IM-Lösung ist der vergleichbare Zeitaufwand fast gleich 0.

Von daher wundert es mich nicht, dass bei silicon.de heute unter der Schlagzeile "IM wird primäres Kommunikationstool" (http://www.silicon.de/enid/storage_network/27922) zu lesen ist:

"Instant Messaging werde in Unternehmen einen ähnlichen Siegeszug antreten wie einst die E-Mail, glaubt Gartner. Allerdings werde es die E-Mail als Kommunikationsmedium wohl nicht ablösen, sondern eher ergänzen."

Das dieses Thema technisch kein Problem darstellt ist recht klar. Interessant wird es bei den Themen Integration, Werkzeug-Mix und vor allem Unternehmenskultur und Akzeptanz, denn dort liegen wahrscheinlich die größten Hürden.

Da werden Erinnerungen an die E-Mail-Einführung wach...:-)

Montag, 4. Juni 2007

Weniger Verbrauch




The Steel Power, originally uploaded by p-d.

Ein bekanntes Argument für das Bahnfahren ist ja der geringere Energieverbrauch (etwa 1/4 im Vergleich zum Auto) und die noch wesentlich geringere Schadstoffbelastung.

Ich denke aber, dass auch der Zeitverbrauch erheblich geringer ist. Zeitverbrauch ist für mich Zeit, die ich zu nichts anderem nutzen kann und dazu zähle ich beim Autofahren jede Minute die ich hinterm Steuer sitze.

Da ich bei diese Thema immer wieder auf Unverständnis stoße hier mal ein Beispiel:

Eine Dienstreise von meinem Wohnsitz Konz nach Frankfurt am Main - Niederrad. Start von zuhause Montag morgens um 6:30 Uhr, Termine von 10:30 - 16:00 Uhr.

Mit dem Zug bin ich um 20:10 Uhr wieder zuhause und habe einen reinen Zeitverbrauch (Fahrt von/zum Bahnhof, Warten, Umsteigen, Fußweg) von 2 Stunden.

Mit dem Auto bin ich (falls ich in der Rush-Hour glatt durchkomme) sogar 1 Stunde früher da (oder kann 1 Stunde später fahren) und kann um 16:30 Uhr wieder zuhause sein. Der reine Zeitverbrauch beträgt aber mindestens 5 Stunden.

Und in den 3 Stunden hab ich das Protokoll längst fertig, die Reisekostenabrechnung vorbereitet und noch einiges anderes erledigt...

Railnavigator

Neben Google Mail ist der Railnavigator der Deutschen Bahn die meistgenutzte Applikation auf meinem Handy (Nokia 6270).

Dieses feine Programm macht Bahnfahren wesentlich einfacher, da es den Passagier wesentlich besser informiert als alle klassischen Informationsdienste der Bahn auf den Bahnsteigen (mit der Ausnahme der Wagenstandsanzeiger - die findet man online bei Fernbahn.de).

Und da der andere Viel-Bahnfahrer der Familie es noch nicht kennt zeige ich jetzt mal kurz wieso es so gut ist:

Alle einmal erstellten Verbindungen bleiben im Handy gespeichert und werden sortiert nach Abfahrtsort aufgelistet:



Wählt man eine Verbindung kann man zwischen jetzt, heute, morgen und später auswählen und gelangt so direkt zur passenden Position im Zeitplan.



Hat man eine passende Verbindung gefunden kann man sich das Ticket direkt Online kaufen (wenn man für den entsprechenden Dienst angemeldet ist).

Wählt man die Option aktuelle Zuginfos dann werden online alle entsprechenden Infos (auch für andere Uhrzeiten) abgerufen.


Hier sieht man das Ergebnis, die Abfahrt um 10:01 Uhr wird also pünktlich stattfinden. Um 12:01 Uhr gibt es dann voraussichtlich Probleme.


In den Details zu jeder Verbindung sieht man das dann noch genauer. Dort wird auch angezeigt wieviele Minuten die jeweilige Verbindung Verspätung haben wird.


Zu jeder Ort-zu-Ort-Verbindung kann man sich auch die interessanten Zeiten abspeichern und hat damit sehr schnellen Zugriff auf die Verbindungen ohne sie nochmal aus der Liste auswählen zu müssen - hier wäre eine Speicheroption ohne Datum auch schön, dann hätte man regelmäßig genutzte Verbindungen auch direkt greifbar:



Ein weiteres Schmankerl sind die online abrufbaren Stadtpläne der Bahnhofsumgebung (die ebenfalls auf dem Handy gespeichert werden).




Und das Ganze geht natürlich nicht nur von Bahnhof zu Bahnhof sondern von jeder Adresse, jedem Bahnhof und etlichen POIs zu jedem anderen. Und dadurch wird das Handy quasi zum Fußgänger-Navi. Wenn man ein Handy mit GPS hat wird das ebenfalls mit genutzt!

So sieht dann z.B. die erste Etappe bis zur Bushaltestelle aus:



Weitere Infos siehe auch bei Bus und Bahn im Griff.





Sonntag, 3. Juni 2007

Alternativen zu Moleskine




The finished Moleskine, originally uploaded by eston.

Der Hype um die Moleskine-Notizbücher gefällt mir nicht (obwohl ich selbst einige davon nutze - wenn auch nicht GTD-mäßig wie auf dem Photo zu sehen).

Daher habe ich mich mal nach Alternativen umgeschaut (und auch schon einige Leute über die Funde informiert).

Gerade beim Reporter-Notizblock (der mich immer an Columbo erinnert) habe ich mittlerweile zwei praktischere und preiswertere Alternativen gefunden:

Leuchtturm Agenda 1917

Der Briefmarken-Zubehör-Verlag (von denen ich im letzten Jahrtausend etliche Briefmarkenalben hatte) stellt das Notizbuch in 4 verschiedenen Größen und jeweils 3 Varianten (blanko, liniert, kariert) her. Von den 181 Seiten sind 91 numeriert (das ist sehr hilfreich) und 32 perforiert.

Brunnen Journalistenblock

2 Größen (A5, A6) in je 3 Varianten. Anscheinend alle Seiten perforiert und als Besonderheit: eine Stiftschlaufe.

Alle bisher gefundenen Alternativen in den verschiedenen Größen habe ich hier zusammengefasst:

http://spreadsheets.google.com/ccc?key=pQ70Onh5_jEYeWkXcYVxOJw

coComment

Kommentieren in Blogs ist ein Thema, dass immer wieder diskutiert wird (z.B. peruns weblog: Wie verfolgt ihr die Blog-Kommentare? ). Einerseits bieten sich Blogs geradezu dafür an Gespräche/Diskussionen mit verschiedenen Leuten anzustoßen aber oft genug findet genau das nicht statt. Es gibt sogar Untersuchungen, die festgestellt haben wollen, dass es immer eine gewisse Relation zwischen stummen Lesern (Lurker) und aktiven Kommentierern gibt.

Das Problem an sich ist nichts Neues und auch nicht spezifisch für die technische Plattform "Blog", denn ähnliche Dinge kennt man aus Newsgroups, Foren, Wikis, ...

Einige Ursachen hierfür sind meiner Meinung nach:

- die menschliche Natur (siehe die Mensch 2.0-Diskussion oder mein Papierdenken -Ansatz)
- Verwendung von Newsreadern in Verbindung mit Informationsflut, da hier das reine "Überfliegen" von Postings gefördert wird (deshalb die Lese-Priorisierung in meinem Infoflow - hier bekommen wichtige Dinge mehr Zeit zugeteilt)
- Lesen ist schneller und bequemer als das energieaufwendige Kommentieren
- technische Hindernisse wie Kommentar-SPAM-Schutz die oft nicht einwandfrei funktionieren (deswegen habe ich letzte Woche zwei bereits geschriebene Kommentare weggeworfen, schade drum)
- schlechte Nachverfolgbarkeit von Diskussionen durch die Kommentierer

Und gerade zu diesem letzten Punkt habe ich diese Woche einen Kommentar geschrieben:

"Im Thema “Kommentieren” steckt denke ich eine Menge Potential, denn hier fehlt es an vernünftigen technischen Lösungen und an entsprechenden zeitsparenden/effektive Methoden.

Der Blogger hat normalerweise einen hohen Bedarf an Feedback, der optimalerweise als Kommentar im Blog erfolgt, denn dort hätte er Mehrwert (Vernetzung, Transparenz nach Außen). Teilweise würde es ihm auch reichen, nichtmal in Form eines Kommentars oder Trackbacks Feedback zu bekommen, sondern z.B. über ein Bewertungssystem (Schulnote für Artikel), denn das würde ihm zeigen, dass jemand den Artikel tatsächlich gelesen hat…

Der Feedbackgeber bräuchte aber einfache Mittel überhaupt Feedback geben zu können und daraus auch Folgenutzen zu haben. Solche Systeme wie CoComment sind ein kleiner Schritt in die Richtung, da man damit seine Kommentare nachverfolgen kann."


und zum gleichen Thema kam gestern diese Frage von Florian Rustler an mich:

"Ein Feature das ich echt vermisse, bzw. noch nicht gefunden habe. Wie kann ich (a la Google Reader) den Überblick über Blogartikel halten, zu denen ich Kommentare geschrieben habe? Im Moment muss ich diese immer wieder abgrasen, um zu schauen, ob ein neuer Kommentar bzw. eine Antwort auf meinen Kommentar gekommen ist. Praktisch wäre so eine Art Benachrichtigungsfunktion, wie bei meinem eigenen Blog.
Du weißt hier sicher die Lösung, oder?"


Ich habe Florian dann einfach mal zu coComment eingeladen, das ich seit einigen Monaten teste.

Hier hat man die Möglichkeit, seine eigenen Kommentar zu verfolgen und sie auch mit Bekannten/Kollegen zu teilen - hier ein Screenshot meiner Kommentarliste:

coComment


Sonntag, 13. Mai 2007

The Neurotopian




Frankenmuppet, originally uploaded by cszar.

Mein Bruder (auf dem Bild links:-) ist - ich zitiere: "Physiotherapeut mit Interesse an Neurowissenschaften, Psychologie und Schmerzforschung."

Und heute hat er sein nagelneues Blog "The Neurotopian" zu diesen Themen eröffnet.

http://neurotopian.blogspot.com/

Sein erstes Posting beschäftigt sich unter anderem damit dass wir Menschen beim Multitasking erheblich Konzentration und Effektivität verlieren und wieso das in der Medizin sehr erfreulich ist.

Umso unerfreulicher ist es im beruflichen Umfeld und es gibt erschreckende Studien zu diesem Thema...

Donnerstag, 19. April 2007

Infoflow in der personalisierten Google Homepage



Diesen Screenshot hatte ich schon vor ein paar Wochen angefertigt, ihn aber noch nicht ins Blog gepostet und daher war er jemandem entgangen.

Man sieht hier sehr schön (große Ansicht einfach in Flickr anschauen), wie links neue Items ankommen, in der Mitte kurzfristige Sachen verarbeitet werden und rechts die längerfristigen Aufgaben warten.

Aktuell fehlt mir leider noch eine Funktion im Google Mail Modul, die es im Reader Modul schon gibt: ich möchte das Modul mehrfach auf einer Seite verwenden können, dabei aber verschiedene Ansichten (in diesem Fall die Stern-Ansicht) einstellen können.

Dann wäre der Infoflow von Links nach Rechts:

- eingehende E-Mails (nur was nicht automatisiert vorgefiltert wird)
- eingehende Newsfeeds (nur Prio1 und Prio2)

alles was dort mit Stern (= to do) versehen wird wandert in die Mitte

- Kalender mit angezeigter Agenda
- gesternte E-Mails (= das noch fehlende Modul)
- gesternte News

und Rechts liegt dann nur die Taskliste aus remember the milk

"Inbox" fürs Wochenende




"Inbox" fürs Wochenende, originally uploaded by OAndreas.

Letzten Samstag war auch GTD und Ähnliches wieder ein Thema und heute musste ich einfach diese "photographische Inbox" oder "visuelle to do Liste" fürs Wochenende produzieren.

Da die einzelnen Sachen jetzt unübersehbar im Wohnzimmer und auf der Terrasse liegen kann ich mir den Eintrag in meine Task-Liste bei remember the milk sparen:-)

Mittwoch, 11. April 2007

Facharbeit über Google

Christoph Hörl hat seine Facharbeit zum Thema Google jetzt fertig und hat sie auch gleich im Internet veröffentlicht.

Seine Seite Google Inc. – Ein einzigartiges Unternehmen kann ich jedem Interessierten empfehlen, da sie einen schönen kompakten Überblick über die Firma bietet und auch interessante Hintergründe aus dem Geschäftsjahr 2005 erläutert.
Für 2006 und die Folgejahre müsste sich jetzt nur jemand finden, der entsprechende Artikel ergänzt - es gibt ja noch mehr angehende Abiturienten...

Das Kapitel 3.2 entspricht genau dem, was ich mir hier gewünscht hatte - vielen Dank dafür Christoph und Gratulation zu den verdienten 14 Punkten.

Donnerstag, 29. März 2007

Tagging-Erfahrungen

In der social software Gruppe bei XING läuft aktuell eine Umfrage/Diskussion zum Thema Tagging-Erfahrungen.

Meine dort gepostete Antwort möchte ich hier noch etwas erweitern und verlinken, da dies schön meinen aktuellen Status zeigt und ich das Blog auch nutze, um im Nachhinein gewissen Entwicklungen nachlesen zu können:




Der Hauptvorteil dabei ist, dass ich damit meinen persönlichen Work- und Infoflow steuern und regeln kann. Die Beschreibung wie das funktioniert habe ich hier gepostet:

Regulating your 'River of Information'

tagging my newsfeeds

Browser-Bookmarks habe ich schon lange abgeschafft, da ich zwischen mehr als 5 Internet-Zugangsgeräten (PC. Notebook, Handys, ...) wechsele und möglichst unabhängig von einer Installation sein will.

Allerdings habe ich an den beiden Haupt-PCs im Firefox del.icio.us Bookmarks installiert, so ist die Verwendung um einiges bequemer.

Vorteile des Tagging:

- sehr flexibel, jederzeit erweiterbar
- sehr individuell
- durch Offenheit der Systeme hervorragende Interoperabilität (del.icio.us -> Yahoo Pipes -> Google Reader -> Task-Liste in personalisierter Homepage)
- Mehrsprachigkeit integrierbar
- Nebeneinander verschiedener logischer Strukturen/Ordungssystematiken problemlos möglich
- Systematik und "kreatives Chaos" zugleich machbar

- Hauptvorteil beim Bookmarking: oft sucht man nach etwas, das man schonmal hatte - da helfen einem die Tags beim Suchen und der Dienst (wie del.icio.us) den Umfang der Suche einzuschränken

Nachteile des Tagging:

- zu flexibel, wenn man nicht Auswahllisten verwendet sondern alle Tags neu tippt (Schreibfehler, Ein-/Mehrzahl, Sprung zwischen Sprachen)
- Designfehler erfordern oft viel manuellen Aufwand zur Korrektur

Viele Grüße

Andreas Weinberger


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