Sonstiges

Sonntag, 19. August 2007

Eingefroren




DSCF7013, originally uploaded by J-P. Scherrer.

Ich hatte mich ja im letzten Posting in eine Art Web-Urlaub verabschiedet und wollte mich im August wieder melden.

Das mache ich hiermit, verabschiede mich aber auch gleich wieder auf unbestimmte Zeit und lege das Blog erstmal auf Eis.

Die Gründe sind vielfältig:

- positive Veränderungen in der beruflichen Situation
- anstehende zweite Vaterschaft
- Umbau der von mir gegründeten XING-Gruppe MiB
- und noch einiges mehr

Im August habe ich deutlich festgestellt, wieviel "Druck" das Bloggen in Verbindung mit dem Interesse für die unterschiedlichen Themen erzeugt und habe mich deshalb für das Einfrieren entschieden.

Vielen Dank allen bisherigen Leser und vor allem den Kommentatoren/Feedbackgebern.

Macht's gut und viele Grüße

Andreas Weinberger

Sonntag, 1. Juli 2007

Schmalbandmonat - Web-Urlaub




Die Spezialisten, originally uploaded by OAndreas.

Unser DSL-Anschluss wurde von 1&1 letztes Wochenende pünktlich abgeschaltet und während der Woche gelang es mir dann nach etwa 10 Versuchen (T-Punkt, Online, Telefon) tatsächlich einen Neuauftrag bei T-Home aufzugeben.

Dadurch bin ich jetzt privat fast ausschliesslich über UMTS online und dadurch so genervt, dass ich nur noch das Dringendste erledige und offline-Aktiviäten bevorzuge (dazu unten mehr).

Da mein "Netz-Verschwinden" schon bemerkt wurde hier eine kleine Prognose:

Ich rechne damit, dass der DSL- Anschluss pünktlich zum Urlaubsbeginn wieder aktiviert und damit fast zwei Woche nicht genutzt werden wird.

Und damit ist der Juli Schmalbandmonat und deswegen mache ich gleich einen Web-Urlaub draus:-)

Um dennoch breitbandig Information konsumieren zu können kam dieses Wochenende ein Amazon-Päckchen mit:

David Weinberger - Small Pieces Loosely Joined: A Unified Theory of the Web
David Weinberger - Everything Is Miscellaneous: The Power of the New Digital Disorder
John Birmingham - Final Impact: A Novel of the Axis of Time (Axis of Time Trilogy)
Neal Stephenson - The System of the World (Baroque Cycle)
Neal Stephenson - The Confusion (Baroque Cycle)

Und damit Adios bis August

Andreas

Dienstag, 12. Juni 2007

Deja Vu




das eiskalte Mouse-Händchen, originally uploaded by OAndreas.

Vor einiger Zeit traf ich online auf einen Menschen, der mir in mancher Hinsicht so ähnlich ist, dass vieles was ich von ihm höre und lese bei mir jeweils eine Art Deja Vu auslöst.

Als Beispiel folgender Satz mit dem er sein neues Blog eröffnete:

"Meine Begeisterung für den Computer war von Science Fiction getrieben. Isaac Asimov war einer, der besonders viel dazu beitrug. Für mich stand es von jeher fest, dass der Computer zum Nutzen der Menschheit beitragen müsste."

Bei mir führte das im Rückblick dazu, dass ich an der Weiche zwischen Spielewelt/Amiga und Anwendungswelt/Atari ganz bewusst den für mich sinnvolleren Weg nahm. Dem Atari 1040 STF trauere ich bis heute nach obwohl er durch eine mir zur Verfügung gestellte Profiausrüstung (Apple Macintosh IIcx mit Farbbildschirm und Postscript-Laserdrucker) ersetzen wurde.

Mein Deja Vu Verursacher Hans Hartmann aka. "Steppenhund" hatte sich schon lange vor mir in eine IT-Laufbahn begeben. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Softwaretests und Architektur während ich lange im Bereich Anwendungen, Infrastruktur und Service Management unterwegs war und mich jetzt auch der Architektur zuwenden darf.

Von daher lautet sein

"Software-Test ist mehr als “Probieren, ob es geht”."

bei mir bisher ein

"Evaluieren von Applikationen ist ein Probieren was damit denn geht."

Von daher bin ich froh, dass er sein Wissen und seine Erfahrung mit mir teilt und freue mich über sein neues Blog zu seinen beruflichen Themen:

http://steppenhund.wordpress.com/

das seine älteren Inhalte gut ergänzt:

http://hh.objentis.com/hartmann/English.htm

Sonntag, 10. Juni 2007

Luxemburg für Anfänger




Red vs. Blue, originally uploaded by cszar.

Interessierte am und Neueinsteiger im luxemburger Arbeitsmarkt haben oft ein Informationsproblem, da viele Quellen existieren aber durch die Sprachvielfalt oft schwer zu finden sind.

Mein multilingualer Vereinskollege Robert Bigdowski (selbst Luxemburger) hat deswegen eine umfangreiche Sammlung wichtiger Information gesammelt und veröffentlicht:

Getting settled in Luxembourg
https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles&id=4142841&articleid=4142841an

Vielen Dank nochmal, Robert.

Und da die Nachrichten über das Thema Wirtschaftswachstum in Luxemburg nicht abreissen werden wohl noch viele neue Grenzgänger/Einwanderer sich hierher aufmachen und von dieser Informationssammlung profitieren.

Das Photo zeigt übrigens eine der großen Baustellen in Luxemburg.

In Belval (Esch-sur-Alzette) wird das Gelände - auf dem einmal ein Stahlwerk stand - komplett neu aufgebaut.

Neben dem bereits stehenden Dexia-Hochhaus und der Rockhal entsteht für die neue Universität Luxemburgs die so genannte

‘Cité des Sciences, des Recherches et de l’Innovation’ of the Science'

Samstag, 9. Juni 2007

virtuelle Banklizenz

Die deutsche WIRECARD BANK AG hat sich kürzlich als einzige Bank mit 160.000 € eine von nur 5 Banklizenz in der virtuellen Welt Entropia eingekauft (in Second Life ist sie ebenfalls aktiv).

Das heisst im Klartext, dass sie jetzt dort die nächsten zwei Jahre die einzige richtige (d.h. auch in der reellen Welt existierende) Bank sein wird. Sie darf dort auch entsprechend werben und repräsentative Gebäude errichten (Limit sind 70 x 70 x 60 Meter) und sich damit selbstverständlich Standorte sichern. Ganz nebenbei darf sie auch Kredite in Spielwährung vergeben und dafür als Sicherheit virtuelle Gegenstände nehmen.

  • Ist diese Meldung an deutschen Medien vorbei gegangen?
  • Sehe das nur ich so, dass die hier eine regelrechtes Schnäppchen gemacht haben?
  • Und dass das Ganze evtl. weitreichende Folgen haben könnte, wenn Mindark (die Firma die Entropia betreibt) den Großauftrag für China erledigt?

Dienstag, 5. Juni 2007

iTunes U




iTunes U, originally uploaded by OAndreas.

Mit einem Mouseklick über 50 Stunden Hörmaterial vom Feinsten - dank iTunes U.-Hätte ich nur die Apple News nicht so genau gelesen:-)

Montag, 4. Juni 2007

Slartibartfass

Zur Überschrift: Slartibartfass ist der Weltendesigner aus Douglas Adams "The Hitchhikers Guide through the Galaxy", der bei der zweiten Version der Erde Afrika mit Fjorden versieht.


Vor ein paar Wochen schickte ich folgende Frage auf die Reise (an verschiedene Personen):

Gibt es schon sowas wie "Stadtplanung in/für virtuelle Welten"?

Also nicht die Präsentation von Echtwelt-Sachen in Second Life sondern Forschungen/Erkenntnisse, die in virtuellen Welten gelten könnten?

Ich komme darauf, weil ich unter anderem mit einem Bekannten aus dem Marketing-Bereich gesprochen habe, die in SL aktiv sind und ich das Gefühl habe, dass es verschiedene Disziplinen gibt, die hier etwas zusammen arbeiten sollten/könnten.

Ich selbst interessiere mich für das Thema vor allem aus der Sicht "virtuelle Welt als GUI", also weniger aus einer Spiel-Perspektive, denn ich bin der Meinung, dass genau dort das größte Potential für virtuelle Welten steckt, weil damit manche GUI-Probleme der heutigen Software lösbar wären und der Nutzerkreis wesentlich größer als im Spielebereich ist.


Bei den verschiedenen Disziplinen hatte ich einige Leute und vor allem ihre Berufe im Kopf:

  • Marketing
  • Architektur
  • Stadtplanung
  • Webdesign
  • Design grafischer Benutzeroberflächen
  • Kommunikation
  • Betriebswirtschaftler

Die Frage brachte mich unter anderem zu einem Stadtplaner, dem ich dann das hier schrieb:

Nehmen wir mal an, jemand setzt eine neue virtuelle Welt auf und entscheidet sich dafür, diese möglichst reell zur richtigen Welt abzubilden was die Physik betrifft, weil er als Zielgruppe eher ältere Leute sieht und er vermutet, dass diese sich eher in einer solchen Umgebung zurecht finden.

Hier kann ihm doch dann die Stadtplanung helfen, seine Welt/Stadt auch so zu designen, dass die Anwender sich darin auch leichter zurecht finden als dies z.B. in so einem Chaos wie es in Second Life der Fall ist. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass ein Stadtplaner hier auch viel zum "Wohlfühlfaktor" beitragen könnte, weil er Sachen berücksichtigt, an die ein ITler/Webdesigner noch nicht mal denkt.

Baut jemand aber für die Zielgruppe Spieler und/oder Science Fiction Fans, die es gewohnt sind außerhalb des physikalisch normalen zu denken wird derjenige komplett andere Voraussetzungen haben, was das Design seiner Welt betrifft.

Aber auch hier greifen bestimmt Erkenntnisse aus der Stadtplanung - ich denke hier z.B. an allgemeine Gestaltungsfragen (Plätze, Straßen, ...), die dann evtl. um eine zusätzliche Dimension erweitert werden müssten - was evtl. ein neues Forschungsfeld darstellt.

Ein Beispiel dazu: in Second Life kann man ja sein Ziel gehend, teleportierend oder fliegend erreichen. Das Gehen ist in SL aber extrem mühsam, da kein geplantes Verkehrswegenetz existiert (= Designfehler, den ein Stadtplaner hätte verhindern können). Teleportieren zerstört jedes Raumgefühl und macht orientierungslos. Das Fliegen ist meiner Meinung nach hochinteressant, denn hier behält man die Orientierung, hat einen Überblick über die Stadt und kann sich wesentlich schneller zum Ziel bewegen - allerdings steckt hier auch eine der kommenden Herausforderungen - denn eine Stadt so zu designen, dass sie 3-dimensional "bedienbar" wird ist Neuland und hier sehe ich gerade für Sie eine große Chance.

Und das führte zu einem Hinweis auf eine Diplomarbeit von Thomas Scheiblauer zum Thema "Anwendung von Game Engines für kollaborative virtuelle Umgebungen in der Architektur".

Diese Diplomarbeit ist in vielerlei Hinsicht interessant, da hier viele Themen angeschnitten werden, die den Fokus noch um einiges erweitern. Ein Architekt erschafft in seinem Entwurfsraum ja u. U. Versionen von möglichen Realitäten (und damit sind wir gleich wieder beim Thema Dimensionen ). Außerdem greifen beim kollaborativen Arbeiten und Erleben noch weitere Faktoren, die hier beschrieben sind.

Durch die Beschäftigung mit dem Thema wurde mir klar, dass eine ganz andere Frage viel interessanter ist: Wer entwirft zukünftige virtuelle Welten? Denn der "Weltendesigner" hat alles in der Hand, worauf der virtuelle Stadtplaner nur noch aufbauen kann. Er kann z.B. auch physikalische Grenzen aufgeben und entsprechende Parameter verdrehen.

Und klar ist auch, dass es virtuelle Welten (und damit entsprechende Designer) schon lange gibt: Bücher, Filme, Brett- und Computerspiele,...

Und nebenbei schliesst sich der Kreis zu dem was IBM in Second Life offiziell treibt, denn ich hege ganz stark die Vermutung, dass die IBM darauf hinarbeitet eine technische Arbeitsplattform für Weltendesigner und Weltenbetreiber zu bauen.

Und damit werde ich ein Auge darauf haben, welche neuen Welten in nächster Zeit starten werden - denn dann lohnt es sich nachzuschauen, ob sich jemand richtig Gedanken zu dem Thema gemacht hat und was "Rundes/Universell Einsetzbares" anbietet - denn der Anbieter, der das schafft krempelt den gerade entstehenden Markt wahrscheinlich gewaltig um.

Sonntag, 3. Juni 2007

Papierdenken



Mit dem Kunstwort "Papierdenken" umschreibe ich gerne die Denkmuster, die so typisch für Menschen sind, die noch mit papiergestützten Methoden aufgewachsen sind und es nicht geschafft haben sich daraus zu lösen.

Die Frage ist auch, ob es überhaupt Sinn macht sich von den Hierarchien zu lösen (siehe meine älteren "flattening" Postings dazu).

Die klare (erlernbare) Hierarchie: Schrank - Regalboden - Ordner - Register - Blatt gibt Sicherheit und Orientierung und die Methode ist so geradlinig wie auf dem Bild zu sehen (und evtl. genau so starr, unflexibel und überholt).

Sonntag, 27. Mai 2007

Kategorien

Mein Blog ITligenz wird morgen von Burkhard Schneider im www.best-practice-business.de/blog/ im Rahmen seiner Aktion vorgestellt. Hier der Link zum Beitrag.


Nach einigen Versuchsmonaten mit verschiedenen Testblogs (Humanmakro, Der Bevölkerungsdöner, ITligenz - blog.de, ITligenz - Blogger) startete ich vor 2 Jahren ITligenz bei twoday.net und wählte die Blog-Beschreibungs-Formel "ITligenz = information technology + information literacy". Diese Formel beschreibt mein Interessensgebiet sehr gut, da mich nicht nur neue Technologie sondern auch der qualifizierte/optimierte Umgang damit interessiert.

Mittlerweile habe ich 230 Beiträge in den 8 Kategorien:

  • Geo - Geographie, geographische Informationssysteme, Landkarten
  • Informationsdarstellung - Visualisierungstechniken, Graphen, Diagramme
  • ITIL - Die IT Infrastructure Library, die Sammlung von best practises für IT Service Management
  • Knowledge Management - Wissensmanagement, Umgang mit Information - information literacy
  • Mensa - weltweiter Verein der Hochbegabten, Intelligenztests, cognitive Tests
  • Mind Manager - Produkt der Firma Mindjet mit dem ich noch viel mehr als nur Mind Maps zeichne
  • Produktivität - optimierter IT-Einsatz, neue Werkzeuge und Methoden
  • Sonstiges - alles was ich in den oberen Kategorien nicht unterbringe

Hier die Kategorienverteilung pro Jahr (die Erstellung dieses Bildes ist evtl. einen eigenen Blog-Eintrag wert, da die wenigsten SnagIt-User wohl die Join-Funktion kennen:-).


Die vierte Dimension

Unsere 3-D-Umwelt und unsere virtuellen Welten ermöglichen es uns nicht, weitere Dimensionen zu "sehen". Allerdings ist es möglich, weitere Dimensionen zu visualisieren. Dass das funktioniert sieht man an den meisten Computerspielen und an Second Life, die uns 2-D-Bilder von 3-D-Modellen liefern.

Nimmt man die Zeit als eine weitere Dimension, dann kann man sich hier z.B. durch Bilder, Filme, Zeitraffer, Modelle behelfen um die 2- oder 3-dimensionale Abbildung eines bestimmten Zeitpunkts festzuhalten.

Andere Dimensionen sind da schon schwerer zu beherrschen, aber auch das gibt es bereits.

So gibt es in Second Life unter anderem ein interessantes Modell eines Hyperwürfels oder Tesserakts in Form eines vierdimensionalen Hauses wie es Robert A. Heinlein 1941 in "And He Built A Crooked House" beschrieben hatte (Zitat).

Dieser Artikel aus den New World Notes enthält Bilder und Videos die zeigen, wie der Besucher des Hauses seinen Gang durch die Räume erlebt und was das Haus dabei in Wirklichkeit macht.

SLurl - crooked house

Crooked House

Und der Erbauer hat noch einiges mehr auf Lager: seine Übersicht, mein SL-Photoset

Weiterführendes:

Bei Telepolis findet sich im Artikel transArchitektur von Marcos Novak vom 09.12.1996 viel Interessantes zu diesem Thema. Unter anderem die Aussage "Der Cyberspace wird in seinen vielen Formen nicht den wirklichen Raum ersetzen. Beide werden vielmehr in einem Amalgam verschmelzen, das sich bereits in Begriffen wie erweiterte Wirklichkeit und intelligente Umgebungen herauskristallisiert."

Meine del.icio.us-Links zu den Themen virtuelle Welten, Second Life



ITligenz

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